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Der IseoSee

Malerische Winkel von unverdorbener Schönheit, noch ursprünglich mit einer üppigen Vegetation zwischen See, Olivenhainen, Weinbergen und dichten Wäldern: dies ist das Gebiet des Iseosees des Franciacorta und des Camonica-Tals. Der Iseosee , auch Sebino genannt, vom Oglio-Fluß gespeist, und mit seinen 70 Kilometern Umfang der siebtgrößte See Italiens, war immer der wichtigste Bezugspunkt zwischen den Provinzen Brescia und Bergamo. Er zeichnet sich dank seiner bevorzugten Lage durch ein mildes Klima während des ganzen Jahres aus. Er bietet noch zahlreiche ursprüngliche Winkel mit üppiger Vegetation, Olivenbäumen, Weinbergen, Obstplantagen und dichten Wäldern.
Interessant ist die antike Straße, die am See entlangführt; hier kann man in vielen Einrichtungen entlang der Küste Sport jeder Art praktizieren, Paragliding für die Unternehmungslustigen oder das traditionelle Segeln und Windsurfen. Für Liebhaber der Berge gibt es zahlreiche ausgezeichnete Wanderwege und Klettergärten im Freien.
In der Mitte des Sees befindet sich Montisola, die größte Binnenseeinsel ganz Europas. Verbunden mit dem Festland durch einen Schiffslinienverkehr, ist es eine Oase des Friedens und der Ruhe; hier kann man entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf der 20 Kilometer langen Straße die Insel erkunden. Ganz typisch sind die vier Dörfer der Fischer und Landwirte (Peschiera Maraglio, Sensole, Siviano, Carzano) mit einem zauberhaften direkt am See gelegenen Spazier- oder Radweg von Peschiera nach Sensole. Dann darf man einen Besuch bei der Wallfahrtskirche Ceriola nicht vergessen, die sich an der Spitze des Berges in der Mitte der Insel umgeben von jahrhundertealten Kastanien befindet; von hier hat man einen fantastischen Blick auf den ganzen See.
Am Südufer des Sees liegt Iseo, das größte Tourismuszentrum des ganzen Gebietes. Prähistorischen und römischen Ursprungs, gehörte es Anfang des XVI Jahrhunderts der Republik Venetien. Hier gibt es viele Monumente zu besichtigen, unter anderem den Palazzo dell’Arsenale. Er stammt aus dem Mittelalter und diente bis zum Anfang dieses Jahrhunderts als Gefängnis; heute, nachdem er nach zahlreichen Restaurierungen wieder in altem Glanz erstrahlt, wird der Palast für Kunstausstellungen und kulturelle Veranstaltungen genutzt. Das Schloss Oldofredi war dagegen der antike Wohnsitz der Herrscher von Iseo. Seine Räumlichkeiten werden von öffentlichen Institutionen oder für wichtige Tagungen benutzt. Nicht zu vergessen sind die Pfarrei Sant’Andrea aus dem XII. Jahrhundert mit dem spätromanischen in die Fassade eingebauten Glockenturm, die Kirche am Markt und die Kirche San Giovanni, reich mit guterhaltenen Fresken ausgestattet. Wenn man Iseo auf der Küstenstraße in Richtung Nord verlässt, hat man die Möglichkeit, noch viele andere Ortschaften zu besuchen. In Sulzano, ein bedeutendes Segelzentrum, stammt der Ortskern aus dem 17. Jahrhundert mit kleinen engen Gassen, die bis direkt an den See führen. Sehenswert ist auch die kleine Kirche San Fermo und natürlich ein Abstecher ins Landesinnere über Straßen und Wege, die bis auf eine Höhe von 1000 m führen, zwischen Hügeln mit Olivenbäumen und Wäldern. Wenn man weiterfährt, gibt es für Liebhaber der Kultur und Geschichte sehr viel zu entdecken; ganz besonders in Sale Marasino. Erst einmal gibt es hier einen gewaltigen Dom aus dem 17. Jahrhundert, der reich mit Kunstwerken ausgeschmückt ist. Dann die Villa Martinengo, wunderschönes Wohnhaus mit Blick auf den See und einem jahrhundertealten Garten; außerdem die Reste einer antiken römischen Villa. Von Marone mit seiner Pfarrkirche und den beiden kleinen Kirchen S. Maria und S. Pietro kann man nach Zone hinauffahren, vorbei an den beeindruckenden von der Erosion gebildeten Pyramiden. Wieder am Seeufer,kommen wir nach Pisogne im äußersten Norden des Iseosees. Wichtiger Umschlagplatz für alle Produkte aus dem Camonica-Tal; der Marktplatz und die Fresenkenmalereien von Romanino gehören zu den Schätzen dieser Stadt. Wir erreichen Lovere mit seinem historischen mittelalterlichen Zentrum und mit der reichen Pinakothek Tadini und der Sammlung von Skulpturen, Keramiken und Rüstungen. Auch das Seeufer von Bergamo mit seinen unterschiedlichen beeindruckenden Winkeln, die sich mit märchenhaften Ortschaften abwechseln, ist sehenswert. Am südlichen Punkt des See befindet sich Sarnico, heute lebhaftes Handels- und Tourismuszentrum; es rühmt sich seiner prähistorischen Vergangheit und man findet auch noch viele Spuren aus dem vergangenen Mittelalter. Wenn man weiter in nördliche Richtung fährt, kommt man zuerst nach Predore mit den Resten des Schlosses Foresti, nach Tavernola mit dem Fenaroli-Turm und der kleinen Kirche S.Pietro, dann nach Riva di Solto, ein malerisches Fischerdorf, und Castro, welches sich rund um die alte Pfarrkirche aus dem 17. Jahrhundert gebildet hat. Das gastronomische Hauptzentrum des Sees ist Clusane zwischen Sarnico und Iseo blühender Ort, wo noch heute der Fischfang aktiv betrieben wird und dem Touristen eine große Auswahl an frischen Fischgerichten angeboten wird (z.B. gefüllte, im Ofen gebackene Schleie).